Für die Gesamtentwicklung der Persönlichkeit ist, gerade heute, die Stille ein wesentlicher Bestandteil.

Gerne würde ich Sie jetzt dazu einladen die Augen zu schließen, um Stille zu erfahren, aber das würde Sie daran hindern weiter zu lesen. Vielleicht nehmen Sie sich die Zeit im Anschluss an meine Zeilen.

 Jeder Mensch kann Stille erfahren, sie ganz allein für sich fühlen. Stille besitzt eine unbeschreibliche Faszination und ist mehr als Abwesenheit von Lärm. Wie für viele andere Dinge, ist die Konzentration die Voraussetzung, um Stille zu erleben. Stille kann die unterschiedlichsten Wirkungen hervorrufen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie von einem Kind oder Erwachsenen erlebt wird.

 Stellen Sie sich vor, Sie sind allein, Sie sitzen auf einer Bank im Park und es ist dunkel. Äußerlich ist alles ruhig. Sie hören knackende Geräusche. Es wird Ihnen mulmig im Magen und Ihre Konzentration steigt. Immer neue Geräusche werden wahrgenommen. Das Herz klopft schnell und laut. In Ihnen ist Unruhe und wird unerträglich. Die Stille umfaßt alle Sinne.

 An einem anderen Tag, sitzen Sie wieder auf der Parkbank. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen. Zeit zum Ausruhen. Endlich Ruhe. Sie schließen die Augen und fühlen die letzten Sonnenstrahlen auf der Haut. Der warme Wind ist angenehm und plötzlich hören Sie verschiedene Vögel zwitschern, das Rascheln der Blätter am Baum und von weitem eine Kirchturmglocke. Sie sind für alles empfänglich. In Ihnen ist Stille.

Nach langer Zeit öffnen Sie die Augen, stehen auf um weiterzugehen und fühlen sich ausgeruht und voller neuer Kräfte.

Stille
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last update
2004-03-24